ist ein Verein, der mit niederschwelligen und weitgehend ehrenamtlichen Angeboten alle Acherner Bürger*innen ansprechen will

CW

Achern Miteinander eröffnet Café auf Spendenbasis

Bericht aus ABB vom 26.11.2022 von Michaela Gabriel

Achern. Bereits eine Stunde vor dem Start um 14 Uhr stehen am Dienstag Menschen wartend vor der Tür des ehemaligen Josefshauses in der Kronengasse 12. Sie klopfen an die Scheibe, wollen eingelassen werden, während drinnen die ehrenamtlichen Helfer des Vereins Achern Miteinander alles vorbereiten. Neben der Fahrradwerkstatt und der Kleiderbox für gebrauchte Kleidung gibt es jetzt auch das Café Miteinander.

Wir haben sehr viel Zulauf und bekommen sehr viel Ware.

Petra Münch  Achern Miteinander

Es sind nur vier Tische mit jeweils vier Stühlen, aber im Laufe des Nachmittags werden alle Plätze besetzt. Menschen verschiedener Herkunft treffen und unterhalten sich bei Kaffee oder Tee und ein paar Keksen. Kinder spielen in einer Zimmerecke. „Wir haben in diesem kleinen Raum gestartet, um einfach einmal angefangen zu haben“, erklärt Monika Huber als Vorsitzende des Vereins.

Achern Miteinander möchte ein Begegnungszentrum als Anlaufstelle für alle Generationen und Schichten in der Acherner Innenstadt aufbauen. Monika Huber weiß: „Es ist erst ein Mini-Begegnungszentrum.“ Wie lange das alte Gebäude dafür noch zur Verfügung stehe, wisse man nicht. Eines wisse man aber bestimmt: Der Bedarf sei groß und die Menschen dankbar für die Möglichkeiten, ein Fahrrad, Haushaltswaren, Kleidung, Schuhe und Spielsachen günstig zu bekommen und Ansprechpartner zu finden. Ziel sei es, dies nicht nur ein bis zweimal pro Woche für zwei Stunden am Nachmittag, sondern jeden Tag und auch bis in den Abend zu ermöglichen.

Eine große Immobilie für ein solches Begegnungszentrum zu finden, sei weiter schwierig, so die Vorsitzende. Bis sie gefunden ist, wolle man weiter den Bedarf so gut wie möglich decken und in den provisorischen Räumen in der Kronengasse weitermachen. Um dort im Winter heizen zu können, habe der Verein jetzt Heizstrahler an den Decken montiert. Aus Spenden sollen die Stromkosten dafür gedeckt werden. Zuletzt habe die Süwag 2.000 Euro aus einem Fördertopf für Flüchtlinge gegeben und der Rotary Club Offenburg/Ortenau 3.500 Euro. „Damit kommen wir hoffentlich über den Winter“, so die Vorsitzende.

„Wir haben im Sommer schon im Freien damit angefangen, den Leuten die Wartezeit zu verkürzen, die in die Kleiderbox wollten“, erzählt Helferin Anita Cartus. Das Mehrgenerationenhaus Freudenstadt sei ihr Vorbild. Dort sei Platz für Mütter mit Kindern, für Väter zum Schachspielen und vieles mehr. „Dazu brauchen wir noch mehr Leute und Räume.“

Allen Generationen, Geflüchteten und Einheimischen Raum zu geben, das treibt auch Petra Leber an: „Menschen mit Gemeinsamkeiten zu finden, ist für alle Zugezogene wichtig.“ Zusammen mit Walburga Wieland, Shadi Hasan, Petra Geadeke und Barbara Lubkowski will sie das Café Miteinander ehrenamtlich und auf Spendenbasis betreuen.

Petra Münch macht dasselbe mit einem 15-köpfigen Helferteam in der benachbarten Kleiderbox. Sie kommt gern. „Mein Mann sagt oft: Gehst du wieder in deine Boutique?“, erzählt sie lachend: „Wir haben sehr viel Zulauf und bekommen sehr viel Ware.“ Dank der Heizstrahler könne man nun auch im Winter gut weiterarbeiten.

 

Jetzt gibt es auch ein Café Miteinander

Bericht aus Acher Rench Zeitung vom 26.11.2022

Der Verein Miteinander möchte ein Begegnungszentrum als Anlaufstelle für alle Generationen aufbauen. Derzeit ist er im alten Josefshaus untergebracht.

Schon eine Stunde vor dem Start um 14 Uhr stehen am Dienstag Menschen wartend vor der Tür des ehemaligen Josefshauses in der Kronengasse 12. Sie klopfen an die Scheibe, wollen eingelassen werden, während drinnen die ehrenamtlichen Helfer des Vereins Achern Miteinander alles vorbereiten. Neben der Fahrradwerkstatt und der Kleiderbox für gebrauchte Kleidung gibt es jetzt auch das Café Miteinander.

Bei Kaffee oder Tee

Es sind nur vier Tische mit jeweils vier Stühlen, aber im Laufe des Nachmittags werden alle Plätze besetzt. Menschen verschiedener Herkunft treffen und unterhalten sich bei Kaffee oder Tee und ein paar Keksen. Kinder spielen in einer Zimmerecke. „Wir haben in diesem kleinen Raum gestartet, um einfach einmal angefangen zu haben“, erklärt Monika Huber als Vorsitzende des Vereins.

Achern Miteinander möchte ein Begegnungszentrum als Anlaufstelle für alle Generationen und Schichten in der Acherner Innenstadt aufbauen. Monika Huber weiß: „Es ist erst ein Mini-Begegnungszentrum.“

Wie lange das alte Gebäude dafür noch zur Verfügung stehe, wisse man nicht. Eines wisse man aber bestimmt: Der Bedarf sei groß und die Menschen dankbar für die Möglichkeiten, ein Fahrrad, Haushaltswaren, Kleidung, Schuhe und Spielsachen günstig zu bekommen und Ansprechpartner zu finden. Ziel sei es, dies nicht nur ein bis zweimal pro Woche für zwei Stunden am Nachmittag, sondern jeden Tag und auch bis in den Abend zu ermöglichen.

Eine große Immobilie für ein solches Begegnungszentrum zu finden, sei weiter schwierig, so die Vorsitzende. Bis sie gefunden ist, wolle man weiter den Bedarf so gut wie möglich decken und in den provisorischen Räumen in der Kronengasse weitermachen. Um dort im Winter heizen zu können, habe der Verein jetzt Heizstrahler an den Decken montiert. Aus Spenden sollen die Stromkosten dafür gedeckt werden. Zuletzt habe die Süwag 2000 Euro aus einem Fördertopf für Flüchtlinge gegeben und der Rotary Club Offenburg/Ortenau 3500 Euro. „Damit kommen wir hoffentlich über den Winter“, so die Vorsitzende. „Wir haben im Sommer schon im Freien damit angefangen, den Leuten die Wartezeit zu verkürzen, die in die Kleiderbox wollten“, erzählt Helferin Anita Cartus. Das Mehrgenerationenhaus Freudenstadt sei ihr Vorbild. Dort sei Platz für Mütter mit Kindern, für Väter zum Schachspielen und vieles mehr. „Dazu brauchen wir noch mehr Leute und Räume.“

Auf Spendenbasis

Allen Generationen, Geflüchteten und Einheimischen Raum zu geben, das treibt auch Petra Leber an: „Menschen mit Gemeinsamkeiten zu finden, ist für alle Zugezogene wichtig.“ Zusammen mit Walburga Wieland, Shadi Hasan, Petra Gaedeke und Barbara Lubkowski will sie das Café Miteinander ehrenamtlich und auf Spendenbasis betreuen.

Petra Münch macht dasselbe mit einem 15-köpfigen Helferteam in der benachbarten Kleiderbox. Sie kommt gern und profitiert davon selbst. „Mein Mann sagt oft: Gehst du wieder in deine Boutique?“, erzählt sie lachend: „Wir haben sehr viel Zulauf und bekommen sehr viel Ware.“ Dank der Heizstrahler könne man nun auch im Winter gut weiterarbeiten.

 

 

Gottesdienst bringt Kulturen zusammen

Bericht aus Achern Aktuell  vom 05.09.2022

Achern. Die evangelische Pfarrerin Felicitas Otto betete und predigte diesen Sonntag in der Acherner Christuskirche Seite an Seite mit der freikirchlich-charismatischen Pastorin Lisa Wiegert von der World Wide Christ Mission aus Offenburg.

Ein muslimischer Flüchtling aus der Türkei berichtete im christlichen Gottesdienst von seinem Neuanfang in Achern und Delegierte der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) aus aller Welt erlebten es mit. Sie klatschten zum getanzten Lobpreis des neu gegründeten afrikanischen Netzwerks „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ aus Achern und wurden von Geflüchteten und Engagierten des Vereins „Achern Miteinander“ bekocht.

„Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ ist das Motto des Weltkirchentreffens in Karlsruhe. Christen seien es auch, die mit Initiativen zur Seenotrettung Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken retten, erklärte Gabriella Balassa. Die Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration der Diakonie in der Ortenau eröffnete im evangelischen Gemeindehaus in der Martinstraße die Ausstellung „Grenzenlose Menschlichkeit. Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“ Sie wurde von der Stiftung Deutsches Albert-Schweitzer-Zentrum und dem Bündnis „United4Rescue“ aus eindrücklichen Bildern zusammengestellt und ist bis Ende September in Achern zu sehen.

Ein orangenes T-Shirt mit der Aufschrift „here2help“ kennzeichnete Carolin Braatz aus Hessen als Betreuerin der ÖRK-Delegierten auf ihrer Exkursion mit dem Zug nach Achern. Sie habe bereits am letzten ÖRK-Treffen vor neun Jahren in Korea teilgenommen und sei beeindruckt von der Vielfalt der Christen in der Welt, berichtete sie: „Ich sehe bei der Vollversammlung die großen Unterschiede, aber auch den Wunsch nach Einheit.“ Das Treffen biete die Chance, sich gegenseitig wahrzunehmen und aufeinander zu hören.

Begleitet wurde sie von einem Dutzend Delegierter aus vielen Ländern von Kongo bis Kanada, von Japan bis Indonesien und von den USA bis zu den Niederlanden. Dass es weniger waren als erwartet, führte sie auf das anstrengende Programm zurück, das den Teilnehmern der Vollversammlung geboten werden. Schon am Samstag hatten sie Exkursionen zu vielen Zielen in Baden unternommen (siehe Seite 23).

„Ich war gestern in Kehl, an der Grenze zu Frankreich. Very nice“, erzählte Tafa Tapaleao aus Neuseeland. Der Theologe nahm den weiten Weg auf sich, um Theologen anderer Kirchen zu treffen. Dabei gehe es nicht um Religion, sondern um Gemeinschaft und die Liebe Gottes zu allen Menschen, sagte er. Die kam auch im Gottesdienst zum Ausdruck. Gott schenke Vergebung und ermögliche Versöhnung, so Pfarrerin Felicitas Otto. Wer seine Liebe annehme, werde ein neuer Mensch. Er könne dann Licht sein in der dunklen, chaotischen Welt, so Pastorin Wiegert.

In Achern habe er hilfsbereite Menschen und Freiheit gefunden, berichtete Durmus Dagasal aus der Türkei. Er sei in seiner Heimat im Gefängnis gewesen, weil er sich ehrenamtlich um andere gekümmert habe. Auch der Verein Achern Miteinander lebt christliche Werte. Anteilnahme, Freundschaft und Gemeinschaft gehören zu der Hilfe, die die Mitglieder organisieren. Vorsitzende Monika Huber führte den internationalen Besuch am Nachmittag in die Illenau, in das Begegnungszentrum des Vereins in der Kronengasse und zum Abschlussgebet ins Acherner Klauskirchl.

Dass die weiße Fahne des internationalen ÖRK-Treffens auch in Achern wehte, hatte die Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau unter der Leitung von Pfarrerin Claudia Roloff initiiert. Die Begegnung unter dem Motto „Versöhnung“ brachte Menschen aus aller Welt, Mitglieder der Acherner evangelischen Kirchengemeinde und anderer Konfessionen zusammen. Das sei ein Gewinn gewesen, bilanzierte Pfarrerin Otto. „Wir sind beschenkt worden.“

Koordinatorin und 1.Vorsitzende

Webgestaltung und 2. Vorsitzender