Kommentar von Michael Moos

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Integration

Kein Zweifel: Die Integration von Menschen mit ausländischen Wurzeln ist eine Riesenaufgabe. Bei aller Euphorie über die im Rahmen des Acherner IBEZ-Projekts angestoßenen Maßnahmen ist klar, dass die Erfolge, gemessen am großen Ganzen, eher klein sind.

Natürlich ist es gut, wenn man auch in Achern versucht, das „Raumteiler“-Programm zu starten, um leerstehende Wohnungen dem Markt wieder zur Verfügung zu stellen – auch wenn das gleiche Projekt in der Nachbarstadt Bühl krachend gescheitert ist.

Und natürlich ist es zu begrüßen, wenn das kommunale Ferienprogramm zum ganzjährigen Angebot ausgebaut wird.

Das gilt auch für die Bemühungen, Sprachkurse zu veranstalten und gleichzeitig die benötigte Kinderbetreuung zu etablieren. Das Hauptproblem aber bleibt: Wie kann man die Menschen erreichen, die von diesen Angeboten profitieren sollen?

Es ist bezeichnend, dass sich an den Arbeitsgruppen, sieht man von den Vertretern der in Achern existierenden muslimischen Gemeinden ab, kaum Migranten beteiligten.

Und dann gibt es natürlich nicht nur die Gruppe muslimischer Mitbürger in Achern, sondern auch viele Menschen, die etwa aus Osteuropa oder Russland hier eine Bleibe gefunden haben, aber noch immer mit ihrer neuen Heimat fremdeln.

Eindeutig positiv ist im Zusammenhang mit dem Integrationsprojekt die Bereitschaft zahlreicher Acherner Bürger zu sehen, die sich mit Ideen und Anregungen ehrenamtlich in den Arbeitsgruppen engagiert haben. Ihnen gebührt zu Recht der Dank von Stadtverwaltung und Gemeinderat.

Nicht vergessen werden dürfen in diesem Zusammenhang aber auch die Menschen, die sich schon seit Jahren mit viel Herzblut in der privaten Initiative „Achern miteinander“ einbringen und unter anderem bei der Vermittlung von Sprachkursen sowie mit Fahrradwerkstatt, Kleider- und Möbellager wertvolle Integrationsarbeit leisten.

Die aber auch seit Jahren mit ihrer Forderung nach einem Begegnungszentrum mitten in der Stadt ins Leere läuft. Etwas mehr Wertschätzung auch für diese Gruppe wäre angezeigt.

Angesichts der großen Aufgabe. Und im Interesse des allgemeinen Integrationsprozesses sowie aller Acherner Neubürger

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