ist ein Verein, der mit niederschwelligen und weitgehend ehrenamtlichen Angeboten alle Acherner Bürger*innen ansprechen will

Jetzt gibt es auch ein Café Miteinander

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Bericht aus Acher Rench Zeitung vom 26.11.2022

Der Verein Miteinander möchte ein Begegnungszentrum als Anlaufstelle für alle Generationen aufbauen. Derzeit ist er im alten Josefshaus untergebracht.

Schon eine Stunde vor dem Start um 14 Uhr stehen am Dienstag Menschen wartend vor der Tür des ehemaligen Josefshauses in der Kronengasse 12. Sie klopfen an die Scheibe, wollen eingelassen werden, während drinnen die ehrenamtlichen Helfer des Vereins Achern Miteinander alles vorbereiten. Neben der Fahrradwerkstatt und der Kleiderbox für gebrauchte Kleidung gibt es jetzt auch das Café Miteinander.

Bei Kaffee oder Tee

Es sind nur vier Tische mit jeweils vier Stühlen, aber im Laufe des Nachmittags werden alle Plätze besetzt. Menschen verschiedener Herkunft treffen und unterhalten sich bei Kaffee oder Tee und ein paar Keksen. Kinder spielen in einer Zimmerecke. „Wir haben in diesem kleinen Raum gestartet, um einfach einmal angefangen zu haben“, erklärt Monika Huber als Vorsitzende des Vereins.

Achern Miteinander möchte ein Begegnungszentrum als Anlaufstelle für alle Generationen und Schichten in der Acherner Innenstadt aufbauen. Monika Huber weiß: „Es ist erst ein Mini-Begegnungszentrum.“

Wie lange das alte Gebäude dafür noch zur Verfügung stehe, wisse man nicht. Eines wisse man aber bestimmt: Der Bedarf sei groß und die Menschen dankbar für die Möglichkeiten, ein Fahrrad, Haushaltswaren, Kleidung, Schuhe und Spielsachen günstig zu bekommen und Ansprechpartner zu finden. Ziel sei es, dies nicht nur ein bis zweimal pro Woche für zwei Stunden am Nachmittag, sondern jeden Tag und auch bis in den Abend zu ermöglichen.

Eine große Immobilie für ein solches Begegnungszentrum zu finden, sei weiter schwierig, so die Vorsitzende. Bis sie gefunden ist, wolle man weiter den Bedarf so gut wie möglich decken und in den provisorischen Räumen in der Kronengasse weitermachen. Um dort im Winter heizen zu können, habe der Verein jetzt Heizstrahler an den Decken montiert. Aus Spenden sollen die Stromkosten dafür gedeckt werden. Zuletzt habe die Süwag 2000 Euro aus einem Fördertopf für Flüchtlinge gegeben und der Rotary Club Offenburg/Ortenau 3500 Euro. „Damit kommen wir hoffentlich über den Winter“, so die Vorsitzende. „Wir haben im Sommer schon im Freien damit angefangen, den Leuten die Wartezeit zu verkürzen, die in die Kleiderbox wollten“, erzählt Helferin Anita Cartus. Das Mehrgenerationenhaus Freudenstadt sei ihr Vorbild. Dort sei Platz für Mütter mit Kindern, für Väter zum Schachspielen und vieles mehr. „Dazu brauchen wir noch mehr Leute und Räume.“

Auf Spendenbasis

Allen Generationen, Geflüchteten und Einheimischen Raum zu geben, das treibt auch Petra Leber an: „Menschen mit Gemeinsamkeiten zu finden, ist für alle Zugezogene wichtig.“ Zusammen mit Walburga Wieland, Shadi Hasan, Petra Gaedeke und Barbara Lubkowski will sie das Café Miteinander ehrenamtlich und auf Spendenbasis betreuen.

Petra Münch macht dasselbe mit einem 15-köpfigen Helferteam in der benachbarten Kleiderbox. Sie kommt gern und profitiert davon selbst. „Mein Mann sagt oft: Gehst du wieder in deine Boutique?“, erzählt sie lachend: „Wir haben sehr viel Zulauf und bekommen sehr viel Ware.“ Dank der Heizstrahler könne man nun auch im Winter gut weiterarbeiten.

 

 

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