ist ein Verein, der mit niederschwelligen und weitgehend ehrenamtlichen Angeboten alle Acherner Bürger*innen ansprechen will

Artikel für Pfarrbrief „Die Brücke“

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Bild: Geflüchtete Kinder beim Spielen im schönen Pfarrgarten während des Café International 2019 (Foto: M. Huber)

Artikel für „Die Brücke“ vom 3.2.2022

Im Verein Achern Miteinander e.V. (früher Arbeitskreis Migration) engagieren sich Menschen aus dem Raum Achern, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete und sozial schwache Gruppen einsetzen. Ein zentrales Angebot ist unser Café International, bei dem wir vor Corona regelmäßig 70-80 Besucher begrüßen durften. Im Sommer fand es im Evangelischen Gemeindehaus statt und im Lauf der Jahre entstand eine Kooperation mit der Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk.

Ab 2015 fanden auch ehrenamtliche Deutschkurse bzw. Hausaufgabenbetreuung in den Räumen des evangelischen Gemeindehauses statt.

2017 bekamen wir  von der Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes, Frau Balassa, den Hinweis, über das AFFA – Programm (Ausschuss für Flüchtlingsarbeit) der evangelischen Kirche Baden, finanzielle Unterstützung für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit beantragen zu können. Mit den Mitteln kauften wir Unterrichts-materialien für die Hausaufgabenbetreuung und noch im selben Jahr konnten wir mit einer weiteren finanziellen Unterstützung einen Anhänger für das Möbellager kaufen.

Für all dies sind wir der Kirchengemeinde und der Evangelischen Kirche Baden sehr dankbar.

Im vergangenen Dezember konnten wir nun in einem Gespräch mit den beiden Pfarrerinnen, dem Diakon und Frau Balassa neue Projekte besprechen.

Ein privater Spender spendet uns 5.000€ für einen Deutschkurs für Geflüchtete, die aus verschiedenen Gründen keinen regulären Deutschkurs besuchen können. Dafür stellt uns nun die Kirchengemeinde zweimal wöchentlich einen Unterrichtsraum im Untergeschoss des Gemeindehauses zur Verfügung.

Des Weiteren möchten wir an dieser Stelle einen Aufruf an Gemeindemitglieder richten, sich bei uns als Familienbegleiter für geflüchtete Familien zu melden. Wenn Geflüchtete hier ankommen, werden sie zunächst für etwa zwei Jahre in den beiden Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Besonders in der ersten Zeit in einer fremden Umgebung benötigen sie unsere Unterstützung. Familienbegleiter leisten Hilfe zur Selbsthilfe, sie begleiten die Familien bei Arztbesuchen, Einkäufen oder Behördengängen und stehen für alltägliche Fragen und Probleme zur Verfügung. Das ist eine sehr wichtige und auch erfüllende Aufgabe. So entstanden in den letzten Jahren durch Familienbegleitungen zahlreiche Freundschaften zwischen Einheimischen und Geflüchteten, die wir nicht mehr missen wollen.

Für die Zukunft können wir uns auch vorstellen, Geflüchtete in bereits vorhandene Gruppen der evangelischen Gemeinde wie z. B. das Frühstück für Frauen zu vermitteln oder auch eine neue, gemischt-kulturelle Gruppe einzurichten. Wir setzen uns für ein gelebtes Miteinander ein, bei uns ist jede/r willkommen und es gibt viele Möglichkeiten mitzumachen und mitzugestalten.        

Kontakt: m.h.huber@gmx.de       

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